Glas Fee

Startseite Glasperlen Über mich Wissenswertes Tipps Links Impressum

 

Zur Geschichte

Glasperlen werden schon gut seit über 2000 Jahren hergestellt.

Schon immer waren sie ein begehrtes Gut, zum Tauschen, handeln und sie schmückten Frauen und Männer.

Sie waren teilweise eine Art Statussymbol. Z.B. bei den Wikingerfrauen konnte man anhand der Perlenreihen sehen welchen Stand eine Frau hatte. Je mehr reihen, umso höher der Stand.

 

Wie macht man eigentlich Glasperlen?

 

Zunächst braucht es Glas - ich verwende Glasstäbe aus Italien, Deutschland, und oft auch spezielles Glas mit besonderen Effekten.

 

.

Glas schmilzt nur unter großer Hitze, also braucht es dazu eine Flamme. Mein Glasperlen-Brenner ist ein BETHLEHEM ALPHA TORCH, ein sogenannter LowPressure-Surface-Mix (Niederdruck-Oberflächenmischender) 2 Gas-Brenner der Propangas und Sauerstoff verbrennt, um die nötige Hitze zu erreichen.

Für den Sauerstof ist ein alter Sauerstoffkonzentrator Invacare Platinum 9 zuständig, den ich gebraucht in einem Sanätshaus mit Rehaanbindung gekauft habe. Er liefert gute 9 Liter und das ist mehr als ausreichend.

 

Dann benötigt man einen Edelstahlstab der zum auftragen des Glases dient und zusätzlich gleich das Loch in der Perle bildet - je nach Dicke erhält man ein kleines oder größeres Fädelloch, sobald man die Perle vom Stab abzieht. Damit sie sich löst, muss der Edelstahlstab mit einem Trennmittel beschichtet werden, sonnst klebt das Glas am Stab fest!

 

Der Stab muss kontinuierlich gedreht werden, denn nur so entsteht eine Kugel durch die Schwerkraft beim drehen. Einige Werkzeuge, um das Glas zu formen, zu manipulieren, zu beeinflussen sind sind ganz hilfreich.

  

Zu guter letzt wird die Perle abgekühlt. Dies muss langsam geschehen, sonst baut sie Spannungen auf, welche dazu führen können, dass die Perle zerbricht. Am besten geht das mit einen Temperofen (ich habe einen Prometheus Pro-7) der die Temperatur auf Raumtemperatur langsam hinunter kühlt. Für kleine Perlen verwende ich Vermiculit Kühlgranulat, das tut auch seinen Zweck und frist kein Strom.

 

Ich sage immer: Bilder sagen mehr als 1000 Worte....

 
Zunächst heizt man den Stab mit dem Trennmittel vor, damit das Glas am Trennmittel haftet. Das Glas wird - sobald es zähflüssig wird - unter ständigem Drehen auf den Stab aufgebracht, möglichst rundherum in einer gleichmäßigen Menge.
 

 
Da das Glas dazu neigt, sich bei großer Hitze (in der Flamme) der Schwerkraft noch unten zu bewegen, wird es durch die Drehbewegung zu einer Kugel.

Man kann zudem wenn man schnell und geschickt ist Punkte in möglichst anderen Farben aufsetzen, Fadenmalereien anbringen oder alles unter einer Klarglasschicht zum Strahlen bringen. Dazu geht man etwas aus der Flamme.

Mann kann die höhle der Punkte durch noch malignes anschmelzen bestimmen.

 
 Bild 2
 

Erst, wenn man die Perle wieder ganz in die Flamme bringt, ballt sie sich erneut zu einer Kugel. Das kann je nachdem sehr schnell gehen. Das richtige Timing ist also alles.

 

Anstelle von Punkten kann man auch Augen machen.

Dazu sticht man in die Perle kleine Löcher, füllt diese nach Wunsch mit etwas farbigem Glas und deckt diese dann mit Klarglas ab.

 

 

Glasperlen Herstellen ist nicht so schwer

Das sind meine aller ersten Glasperlen die ich am ersten Tag im Perlenkurs selbst gemacht hatte.
Okay heute muss ich etwas schmunzeln, aber dennoch finde ich, für den Anfang nicht so schlecht